Über uns

Hallo
Mein Name ist Franz und damit du eine Vorstellung davon bekommst, was die Idee der Seite ist und wie es dazu kam, möchte ich mich kurz vorstellen.

Sehr früh, ich schätze mal ich war damals rund 14 Jahre alt, träumte ich erfolgreicher zu sein als mein Umfeld. Ich träume von vielen Reisen, ein tolles Auto, ein eigenes Geschäft und natürlich viele Freiheiten. Damals kannte ich jedoch nur ein Geschäft was man in der früh aufsperrt und am Abend wieder zusperrt. Freiheiten waren da wohl eher nicht so drin. Es sei den man hat Angestellte, die einen die Arbeit abnehmen. Aber dieses Personal muss sich erst mal rechnen. Ich hatte damals schon solche Gedanken, das weiß ich noch wie wenn es erst gestern gewesen wäre. Heute kenne ich ganz andere Möglichkeiten und habe auch schon einiges an Erfahrungen in diversen Bereichen sammeln können. Aber mal der Reihe nach.

Mit 15 Jahren begann ich eine Lehre als Elektrobetriebstechniker mit Schwerpunkt Prozessleittechnik – klingt komisch ist aber so. Da ich ja mehr erreichen wollte, war für mich klar, dass ich eine Weiterbildung brauche. Somit absolvierte ich gleich nach meiner Lehre den Werkmeister in Elektrotechnik als Abendkurs für Berufstätige. Wer schon mal eine Weiterbildung gemacht hat, weiß, dass sowas gar nicht so billig ist. Damals kostete mir diese Ausbildung rund 2.500€ und 2 Jahre meines Lebens. Heute kostet der gleiche Kurs schon das doppelte.

Gleichzeitig wurde mir eine Chance gezeigt, die ich nach vielen Überlegungen schlussendlich auch genutzt habe. Mir wurde ein Geschäft gezeigt, das man nicht morgens aufsperren und abends wieder zusperren muss. Mir wurde gezeigt wie man sich nebenberuflich ein zweites Standbein aufbauen kann. Und das quasi ohne Risiko. Sicherlich hast du bei solchen Aussagen auch gleich Zweifel im Kopf. „Das geht nicht, Selbstständigkeit ist mit hohen Kosten und Risiken verbunden, etc.“ zumindest kamen mir sofort solche Gedanken. Aber: ob du es glaubst oder nicht, es ist wirklich möglich! Ein Gewerbeschein kostet nichts und du brauchst im Prinzip nur eine erweiterte Unfallversicherung der SV (kostet derzeit rund 120€ im Jahr – ja richtig im Jahr! Stand 2021). Ansonsten fallen dann nur noch die WKO Grundumlage an. Die sind Branchen abhängig und bewegen sich bei 60-200€ pro Jahr. Du siehst auch diese Kosten sind überschaubar. Ich will jedoch nochmal betonen, dass es hier um eine nebenberufliche Selbstständigkeit handelt. Bei Vollzeit Unternehmer sieht die Lage besonders bei den SV-Beiträgen anders aus, da man hier sich voll versichern muss, was sonst dein Arbeitgeber auch zum Teil für dich macht.

Was eine Selbstständigkeit teuer machen kann ist ganz klar die Branche. Ich brauchte nicht mal ein Büro. Einen PC bzw. Laptop und ein Handy hatte ich ja sowieso. Wenn du dagegen ein Café eröffnen willst, wirst du um ein gewisses Eigenkapital nicht hinweg kommen. Du brauchst den Laden, die Kasse, Stühle und Tische und nicht zu vergessen du brauchst die Ware, sprich den Kaffee, Getränke und vielleicht Snacks, die du den Kunden dann anbietest. In der Regel gehst du dafür auch Lieferverträge mit den Lieferanten ein also auch eine Mindestabnahme – egal wie gut oder schlecht dein Café dann geht, du musst schauen, dass genug Ware da ist, aber auch nicht soviel, dass sie nicht verdirbt bevor diese ablauft und verdirbt. Das wäre für mich ein Risiko, das ich nicht mal einschätzen kann, aber ich bewundere jeden, der sich in diese Branche traut – chapeau.

Sorry, dass ich ständig abschweife, aber ich will, dass du den ganzen Hintergrund kennst, wieso ich so bin und so denke wie heute. Und vielleicht erkennst du dich oder jemand in dein näheren Umfeld wieder, dann kannst du auch ein wenig mitreden 😉

So zurück zu meiner Geschichte.
Ich machte mich als selbstständig, während meines 40 stündigen Hauptjobs, 20 stündigen Werkmeisterkurs. Also selbst nach 60 Std. pro Woche habe ich noch Zeit gefunden, um mir selbst etwas aufzubauen, mich weiterzuentwickeln und ein Geschäft aufzubauen. War es leicht? Auf gar keinen Fall! Würde ich es wieder tun? Auf jeden Fall. Ich lernte Leute kennen, die komplett anders ticken. Persönlichkeiten. Menschen, die ein gemeinsames Ziel haben und sich gegenseitig helfen.

Jetzt noch mal kurz in die Parallelwelt des Angestelltendaseins. Sicherlich hilft man sich da auch. Doch wenn es um Karriere geht, wenn du die Leiter weiter rauf klettern willst. Wie hoch sind da deine Chancen? In der Regel muss erst mal ein Platz frei werden, dass du hochkommst oder? Und da gibt´s spätestens da beginnen die Konkurrenzkämpfe, Mobbing oder vielleicht sogar Intrigen. All das habe ich als Angestellter gesehen. Aber niemals nebenberuflich.

Wie ist das möglich? Eigentlich ist das ganz leicht erklärt. Der andere profitiert einfach davon wenn er dir hilft. Wie und warum erkläre ich dir an einer anderen Stelle, sonst wird der Artikel endlos und du verlierst die Lust am Lesen 😉

Also damals begann ich meine nebenberufliche Karriere in der Finanzdienstleistung. Wie gesagt ein Büro brauchte ich nicht, ich konnte eins von meiner Führungskraft mitbenutzen. Ausbildung fand ebenfalls in diesen Büros oder in Seminarräumen von Hotels statt. Alles andere hatte ich ja sowieso schon privat, das ich dann auch beruflich verwenden konnte und somit auch von der Steuer abschreiben konnte. Doppelt gewonnen.

Es war eine verdammt stressige Zeit das muss ich zu geben. Aber es hat auch viel Spaß gemacht. Und ich habe in dieser Zeit soviel gelernt, was mir in so vielen Bereichen schon geholfen hat, das kann sich keiner vorstellen.

Gleich nachdem ich den Werkmeister fertig hatte, habe ich den nächsten Kurs besucht – die BÖV (Bundesakademie der Versicherungswirtschaft). Nochmals rund 3 Monate Abendschule und nochmals Kosten von rund 1.500€. Du siehst, Weiterbildung ist für mich immens wichtig. Das bringt bekanntlich auch die besten Zinsen. Mit der BÖV-Prüfung konnte ich schließlich den Gewerbeschein als Finanzdienstleistungsassistenten zurückgeben und konnte das reglementierte Gewerbe des Versicherungsmaklers anmelden. Im Laufe meiner nebenberuflichen Karriere hatte ich auch etliche Vertriebe kennengelernt. Und natürlich auch gewechselt da meist irgendetwas nicht gepasst hat. Ob das die Provisionierung war oder die Betreuung, auch einen Konkurs habe ich miterlebt. Also einen passenden Partner zu finden auf den du dich verlassen kannst, ist in dieser Branche extrem schwer.

Dann kam auch noch die Gesundheit ins Spiel. Ich hatte zwar die Jahre zuvor schon Schlafstörungen, aber durch den vielen Stress gings mir dann auch immer schlechter. Wenn du mal eine Nacht durchgemacht hast, weißt du wie man sich am nächsten Tag fühlt. Aber kannst du dir vorstellen wie das jeden Tag ist? Nicht genug Schlaf zu bekommen? Schwer einzuschlafen und dann nicht durchschlafen können?
Ich war auch schon mal im Schlaflabor. Da bekam ich Medikamente, die meinen Kreislauf komplett zusammenbrechen ließen. Ich arbeite teilweise in 60m Höhe, ich brauche meinen Kreislauf. Auch im Straßenverkehr ist das nicht lustig. Wie ein Versuchskaninchen probierten die Ärzte unterschiedliche Medikamente bei mir aus. Nichts half, nur die Nebenwirkungen.
Vielleicht sollte ich hierzu noch ergänzen, dass mein Vater ein Hypochonder ist. Wenn ich als Kind mal gehustet habe, hat er schon gemeint „ich glaube du musst zum Arzt“. Beim 2. Husten waren wir dann schon beim Onkel Doc. Und das hat meine Kindheit auch sehr geprägt: jedes mal bekam ich Medikamente – auch bei Husten. Niemals ging ich ohne Medikamente heim. Meist auch noch Antibiotika. Meine Vermutung heute: ich wurde mit so vielen Medis gefüttert, dass ich heute gegen diese immun bin und nichts mehr wirkt. Auch wenn mein Vater es gut gemeint hat, so hat das wahrscheinlich meinen Körper geschadet.
Hinzu kommt noch, dass meine Schwester in einer Apotheke arbeitet. Also sitzen wir quasi direkt an der Quelle. Aber heute habe ich durch diese Erfahrungen eine echt Abscheu für Medikamente entwickelt.

Zurück zu den Schlafstörungen. Nachdem ich vieles ausprobiert hatte, aber nichts half und eigentlich sogar mehr geschadet hat, habe ich mich mit meinen Schlafproblemen abgefunden. Ich nahm mich mehr oder weniger von der Arbeit zurück, ich konnte mir ja alles frei einteilen und hatte ja keine Quoten zu erfüllen. Dafür verdiente ich halt weniger – Gesundheit geht hier allerdings bevor. Ich stand sozusagen schon direkt vor dem Burnout. Keine schöne Zeit.

Aber wie es so ist, kommt auch hier wieder eine Gelegenheit. Ich lernte schließlich jemanden kennen, der mir Abhilfe versprach. Dabei war er alles andere als ein Arzt. Wieder war ich misstrauisch. Damals ist er mir sogar richtig auf den Sack gegangen. Ich glaubte ihm nicht. Aber ließ nicht locker und heute bin ich ihm dafür dankbar. Ich habe es ausprobiert und 6-9 Monate später ging es mir wirklich besser.

Erst dann begann ich mich genauer mit dem Thema Gesundheit auseinander zu setzen. Ich besuchte Seminare, las Bücher. Mein erstes Seminar war von Dr. Delbé. Er hat es geschafft einen Laien wie mir zu erklären, wie der Körper funktioniert, wieso wir krank werden und was man dagegen auf natürliche Weise tun kann. Erst dann verstand ich, wieso das funktioniert hat wenn auch mit einer mehrmonatigen Verzögerung, und die Medikamente eben nicht.

Das war für mich wieder so ein Wendepunkt. Unter anderem ausschlaggebend war ein Fall, wo ein Kunde einen Brief von der BH bekommen hat, dass sein Fahrzeug nicht versichert sei und er das Kennzeichen abgeben muss, wo ich mir dann gedacht habe: „mit welchen unzuverlässigen Idioten arbeite ich eigentlich zusammen?“. In diesem Fall hat die Zulassungsstelle die Versicherungsbestätigung zwar abgestempelt aber nicht ins BH-System eingetragen. Das hat irgendwie eine Wut auf diese Branche in mir ausgelöst. Das und die vielen anderen kleineren Probleme.
Somit begann ich zu switchen, hörte mit den Finanz- und Versicherungsberatungen auf und berate heute Leute, wie sie gesundheitlich vorsorgen können und bei Bedarf sogar noch Geld damit verdienen können. Denn wenn ich es kapiert habe und mir es geholfen hat, dann kann es auch anderen helfen. Jeder hat es selbst in der Hand. Du musst die Chancen nur nutzen wenn sie sich bieten.

Und ich bin nach wie vor begeistert von den Möglichkeiten des Nebenerwerbs ohne Risiko und freie Zeiteinteilung.

Damals war es in der Firma in der ich tätig war so, dass man nach 2 Jahren Geselle die nächste Lohngruppe ansuchen kann. Schnell wurde mir da aber gesagt, dass ich doch den Meister fertig machen soll und dann bekomme ich die höhere Lohngruppe. Meister endlich fertig abgeschlossen, eingereicht und wieder angesucht und dann wurde mir erklärt, man brauche auch noch einen Bereitschaftsdienst, der diese Lohngruppe rechtfertige. Dazu brauchte ich aber mind. 5 Jahre Anlagenerfahrung und dann musste im Bereitschaftsrad auch noch ein Platz frei werden. Du kannst die meinen Unmut sicherlich vorstellen. Dennoch gab ich nicht auf. Wenn ich mich richtig erinnere bekam ich nach 7 Jahren endlich die lang ersehnte und hart erkämpfte Lohngruppe. Brutto bekam ich 120€ mehr, netto ergab sich kaum eine Veränderung da ich damit auch gleich in eine höhere Steuerklasse kam. Meine Enttäuschung war groß.